Autor anonymous
Datum 15.07.2007 21:59
Beiträge: Hallo,
unsere Tochter ,jetzt 5 Monate alt, wurde in der 29 SSW geboren, erlitt eine Hirnblutung und sekundär einen Hydrocephalus int.
Ca 7 Tage nahm der Kopfumfang stetig zu, Symptome traten nicht auf, als dann die OP besprochen werden sollte hörte die Zunahme auf , so dass eine Op nicht durchgeführt wurde. Wobei die Ultraschallbilder natürlich stark erweiterte Ventrikel zeigen. Auch jetzt noch.
Damals waren wir froh, dass keine OP nötig ist. Jetzt frage ich mich ob die Entwicklung mit Ableitung vielleicht besser ist ?!
Kann jemand mir auch sonst zu der zu erwartenden Entwicklung was sagen?
Wer könnnte uns helfen ? gibt es gute Spezialisten ?
Gibt es was was wir zur Förderung der Entwicklung machen können ?

LG
eine verunsicherte und besorgte Mutter


Autor anneg
Datum 24.07.2007 17:40
Beiträge: Liebe Mutter,

erweiterte Ventrikel allein machen noch keine neuen Sorgen. Bei jedem Menschen treten unterschiedliche Ventrikelweiten auf - keiner gleicht dem anderen.

Ernst wird es erst dann, wenn die erweiterten Ventrikel auf das Hirngewebe drücken, und durch den Druck das "gequetschte" Hirngewebe Schaden nimmt oder abstirbt.
Solange ihre Tochter keine eindeutigen Hirndruckzeichen liefert, kann ihr Körper mit den erweiterten Ventrikel wahrscheinlich umgehen.

Bei Fragen der Entwicklung bei HC-Kindern nach Hirnblutung ist es schwierig. Zu viele Faktoren spielen in die Entwicklung der Kinder mit hinein, u.a. in welchen Hirnarealen war die Blutung, wie groß war sie, bestand Hirndruck, welche Begleiterkrankungen gibt es sonst noch, etc.

Ich kann Ihnen nur von meinem Sohn berichten, der trotz Hirnblutung 4. Grades rechts, 1. Grades links und Shuntanlage unter akutem Hirndruck eine sehr positive Entwicklung genommen hat.
Er ist mittlerweile 6 Jahre alt ( mit 6 Monaten bekam er den Shunt), hat "nur" eine leichte Halbseitenschwäche und einen Spitzfuss. Die Entwicklungsrückstaände hat er fast vollkommen aufgeholt.

Sollten Sie noch Fragen haben, oder genaueres wissen wollen, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

MfG,
Anne Göring
goering.anne@web.de




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Dieser Artikel kommt von: Die Welt der Medizin und des Hydrocephalus

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