Autor Andreas
Datum 05.06.2018 08:24
Beiträge: Hallo*, ich habe seit meiner Geburt 1969 einen Hydrocephalus. Der Abfluss des Hirnwassers erfolgt mittels eines Shunts (Codman-Hakim medos). Bisher - meine letzte OP war 1997 - wurde immer ein Shunt implantiert. Nun habe ich vor längerem mal gelesen, dass man das Hirnwasser auch mittels einer Ventrikulozisternostomie ableiten kann. Nun mneine Frage: Wenn es schon die Methode der Ventrikulozisternostomie gibt, warum wendet man diese nicht generell an? Mir wurde noch nie der Vorschlag gemacht diese Methode anzuwenden. Für Eure Antwort im Voraus vielen Dank. Andreas


Autor manuela
Datum 06.06.2018 07:16
Beiträge: Hallo Andreas,

eine Ventrikulostomie kann nicht bei jeder Form des Hydrocephalus gemacht werden. Die Ventrikulostomie kann z.B. bei einem Okklusionshydrocephalus oder einer Aquäduktstenose durchgeführt werden.

Bei einer Ventrikulostomie ist es aber leider möglich, dass sich die Öffnung wieder teilweise, oder ganz schließt. Dies kann nach kurzer Zeit oder auch nach mehreren Jahren sein.

Liebe Grüße Manuela
Indem die Natur den Menschen zuließ, hat sie viel mehr als einen Rechenfehler begangen: Ein Attentat auf sich selbst.


Autor Andreas
Datum 06.06.2018 07:40
Beiträge: Hallo Manuela,

danke für Deine Antwort. Habe mir mal die noch existierenden, uralten Arztberichte aus Erlangen (wurde bisher immer dort operiert) zukommen lassen. Und da hab ich irgendwo was von der von Dir erwähnten Aquäduktstenose
gelesen.

Da frag ich mich eben jetzt, warum mir das mit der Ventrikluzisternostomie noch niemand angeboten hat................. das finde ich seltsam.

Für Deine Antwort schon mal vielen Dank.

Andreas


Autor anonymous
Datum 24.06.2018 13:21
Beiträge: Guten Tag zusammen, ich bin zufällig auf dieses Forum gestoßen. Bei mir wurde die Ventrikulostomie durchgeführt. Mir wurde sie ebenfalls nich überall angeboten. Einfach aus dem Grund, weil diese zu riskant ist. Das Risiko gehen nicht viele Ärzte ein. Ich wurde aufgrund eines Schädelhirntraumas in die Neurochirurgie Marburg gebracht. Dort wurde bei mir ein Hrydrocephalus diagnostiziert. Dieser bestand schon viele Jahre, aber wurde nie erkannt, obwohl die Ventrikel klar erweitert waren. Der dortige Professor war DER MANN für Hydrocephalus (Professor Hellwig). Er hat mich dort operiert. Dann hat sich das Loch wieder verschlossen nach einem halben Jahr. Prof. Hellwig war baer mittlerweile nicht mehr in Marburg. Dort hat man mir nur einen Shunt angeboten. Eine Reventrikulostomie wollten die nicht machen. Prof. Hellwig war mittlerweile am INI in Hannover tätig. Da dies eine Privatklinik ist, hat er mir, für den Fall, dass die Krankenkasse nicht zahlt (Bin gesetzlich versichert), nur Greifswald empfohlen für die Ventrikulostomie. Meine Kasse hat aber dann doch teilweise gezahlt und die Reventrikulostomie wurde am INI vom Prof Hellwig durchgeführt. Das ist jetzt vier Jahre her und seitdem ist das Loch noch offen und ich habe keine Probleme. Wenn ich nun eine Ventrikulostomie durchführen lassen wollte, dann würde ich am INI fragen, da dort ausschließlich super Ärzte arbeiten oder nach Greifswald fahren.




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Dieser Artikel kommt von: Die Welt der Medizin und des Hydrocephalus

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