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Hüfte

"... Die erste Operation war am Dienstag, den 19.11.13 und mir war eigentlich alles egal. Ich wäre auch mit der Girdlestone-Operation zufrieden gewesen. Ich hatte keine Angst, weil, egal was passiert „du gewinnst!“ war meine Einstellung. Ich wollte nur endlich das Bein wieder gerade haben.

Mir hatte die Zeit gereicht!!!

Ich hatte endlich die Klinik gefunden, der ich vertraute und den Arzt, der mir versprach: „Eine neue Hüfte ist möglich!

Grundsätzlich kann man mit keiner Hüfte auch leben, wenn die Koordination vorliegt. Ein Freund von Tante Maria (Tante meiner Frau) hat keine Hüfte und läuft auf Krücken. Ihm fehlt die rechte Hüfte. Er hatte eine Hüfte, der Knochen entzündete sich und konnte nur durch Ausbaus des Hüftgelenkes gerettet werden. Man kann alles, sogar Autofahren, aber ohne Koordination stelle ich mir das schwer vor. Vorallem eine Verbesserung der Koordination zu erreichen, dürfte ohne Hüftgelenk extrem schwer sein.

Ich hatte bereits die Scheißegaltablette genommen, die bei Anderen dafür sorgt, dass sie sich keine Sorgen machen und gut gelaunt zur OP fahren. Ich war auch gut gelaunt, wäre ich auch ohne Tablette gewesen.

–Scheiß-Egal! Weil ich keine Angst hatte.

Als ich dann in meinem Bett in den OP gefahren wurde, hatte ich die Schlachtbank im Kopf! Vor der OP-Tür stand der Mülleimer, 240l. Das Haus war alt, aber ich fühlte mich wohl! Die Einrichtungen schienen alle neu zu sein und überall waren Fliesen an den Wänden und am Boden. Solange ich noch was mitbekommen habe, erinnerte mich das an ein Schwimmbad!

Aber ich schrieb auch „In meinen Augen kommt es nicht auf die Klinik an, sondern auf die Personen, die dort arbeiten.“

„Was heißt das?“ Man kann in derselben Klinik Glück oder Pech haben. Die Wahrscheinlichkeit in einer renommierten Klinik ist aber besser.

Leider hatte ich 2005 erst mal Pech aber 2016 Glück!

2013 hatte ich wohl auch Glück! Ich bin am 22.12.1967 geboren wurden, war ein Freitag!

Als ich nach der OP aufwachte, für mich war keine Zeit vergangen, im Aufwachraum, war mein erster Gedanke, hatte ich eine neue Hüfte???

So sehr beschäftigte mich das! Im Aufwachraum sind nur wenige Betten, ich glaube 6 aber so 100% kann ich das nicht sagen, weil ich von der Narkose noch betäubt war! Eine Schwester war für uns zuständig, ich glaube, Marianne und meine erste Frage war:

„Habe ich eine Hüfte?“ –„JA!“ antwortete sie. Ich war zufrieden und bin wieder eingeschlafen. Als ich erneut aufwachte, hatte ich das Gefühl, als, ob die linke Hüfte schwerer ist. Es war eigentlich eine tripolare Hüfte geplant, die Denkweise des Arztes tendierte zur normalen Hüfte mit ovalerem Kopf, was sich aber als nicht geeignet erwies und die Hüfte zweimal luxierte, sprich auf den Rand sprang und sich ausrenkte. Herr Dr. Geyer hat sich so über sich selber geärgert, dass er von seinem eigentlichen Gedanken, der tripolaren Hüfte abgewichen ist. Ich war grundsätzlich froh, überhaupt noch eine Hüfte zu haben. Man kann den Muskel der am Becken und Bein befestigt ist 4 cm bei jüngeren Menschen, dazu zählte ich wohl auch mit 45 Jahren (damals), runterziehen.

Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass man keine Hüfte mehr einsetzen kann. Aber, wie sich gezeigt hat, war das eine falsche Vermutung! Jetzt hatte ich auch meine Frau gefragt, was sie damals gedacht hat, ob man mir noch eine neue Hüfte einsetzen kann. Für sie war es gar keine Frage.“Natürlich!“

Ich fand, das war schon eine besondere Leistung, die Herr Dr. Geyer (jetzt in Krupp-KH in Essen) gezeigt hat und es hätten nicht viele Ärzte dieses Vorhaben erfüllen können.

Als die Hüfte beim Unterhoseanziehen luxiert, hat man das direkt gesehen, dass das linke Bein wieder nach links gedreht war, siehe Hirnblutung 43. Ich habe einen tierischen Schrecken bekommen und verfiel direkt in Panik. Ich hatte eine neue Hüfte, die Tortur hatte noch kein Ende! Ich wollte das, was ich erst ein paar Stunden hatte, nicht direkt wieder verlieren. Innerhalb von 5 Minuten wurde mir direkt geholfen.

Ich bin irgendwo hingeschoben worden, eine Röntgenaufnahme von der luxierten Hüfte wurde angefertigt. Ich wurde örtlich betäubt mit einem Gas und es zogen ungefähr 5 Personen oben und fünf Personen unten, wahrscheinlich alles Ärzte.

Am Freitag war die Ausrenkung, bis Sonntag war die Hüfte eingerenkt, dann rengte sie sich wieder aus beim auf die Seite drehen. Mir wurden irgendwelche Medikamente gegeben, damit der Schmerz erträglich ist. Ich kann mich an keinen Schmerz erinnern, aber an ein unangenehmes Gefühl! Ich hatte mir eingebildet dieses Gefühl bereits zu kennen, als mein Hüftknochen noch da war.

Ich wurde dann am Montag, den 25.11.13erneut operiert, und erhielt die tripolare Hüfte.

Erklärung tripolare Hüfte.

Die tripolare Hüfte besteht aus der Hüftpfanne, die Größer als bei der normalen Hüfte ist. In dieser Pfanne und jetzt kommt der eigentliche Unterschied, ist das Polyamidteil drehend gelagert. Der Beinkopf befindet sich in dem Polyamidteil, kann sich darin drehen, wird aber vom Polyamidteil festgehalten und kann nicht luxieren (ausrenken). Nur gemeinsam können Kopf +Polyamidteil luxieren. Ob das schonmal passiert ist? Keine Ahnung. Bei mir auf jeden Fall nicht!

Dieser Hüfttyp gilt als besonders luxationssicher und wird bei Riskopatienten bzw. äußerst aktiven Patienten verwendet. Bis jetzt hatte ich mit der Hüfte gar keine Probleme.

Ich kriege zwar im Sitzen das linke Bein immer noch nicht angewinkelt, aber ich komme im Bett auch nicht über 90°. Ich hoffe mal, dass der Muskel irgendwann so stark ist, dass ich ihn trainieren kann! Denn nur durch Ständiges an- und entspannen können Muskeln wachsen.

Sollte ursprünglich direkt eine tripolare Hüfte sein. Ich denke wirtschaftliche Gründe werden hier verantwortlich sein. Die tripolare Hüfte wurde in der zweiten OP eingesetzt, mit der ich auch keinerlei Probleme hatte oder habe.

Die Krankenkasse zahlt nur eine OP (Vermutung), einen Betrag, unabhängig, welches Hüftgelenk eingesetzt wird und wie hoch die Kosten sind. An mir wurde kein Gewinn gemacht.

Beiliegend Arztbrief an den Orthopäden, der auch die Girdlestone-Operation empfohlen hat und OP-Berichte, 19.11.13 normale Hüfte mit größerem Keramikkopf und 25.11.13 mit tripolarer Hüfte! ..."

Wenn ihnen gefallen hat, was sie gelesen haben, ist das eBook, wo man ausleihen und lesen kann auf Amazon erhältlich. Folgen sie einfach den unterstrichenen Links! Taschenbuch: Fast DIN A4 mit Blättern, über 300 Fotos und Entwicklung des Covers!


Geschrieben von Maschtel am 20.08.2019 09:57:52   (292 * gelesen)

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