Lade Daten...

Bitte warten
Hydrocephalus

Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft ist frei. Werden Sie Mitglied Willkommen Gast
Werden Sie Mitglied:

Treten Sie unserer Communitiy bei um alle Möglichkeiten dieser Seite zu nutzen.  

Eine Mitgliedschaft gibt alles frei was wir anbieten.

Erstellen Sie einen Account um alles auf dieser Seite zu nutzen. Account erstellen

 Anmelden:





Heute haben folgende Benutzer Geburtstag Geburtstage:
sue
blauperle

Top 100

Top Seiten Medizin

Vereinbarung

§ Datenschutzerklärung
 
 
 
 

anatomische und funktionelle einteilungen

TEIL I: ANATOMIE UND PHYSIOLOGIE
ANATOMISCHE UND FUNKTIONELLE EINTEILUNGEN

INHALT

ÜBERSICHT ÜBER DIE ALLGEMEINEN ANATOMISCHEN UND FUNKTIONELLEN EINTEILUNGEN

Das Nervensystem des Menschen lässt sich anatomisch und/oder funktionell auf verschiedene Weise unterteilen. Eine solche Einteilung ist willkürlich und dient vor allem dem Verständnis von Teilbereichen, da in Wirklichkeit meist Strukturen und Funktionen überlappen.

Zentrales und peripheres Nervensystem

Anatomisch (=strukturell) ist das Zentralnervensystem (ZNS) und das peripheres Nervensystem (PNS) zu trennen. Zum ZNS werden Gehirn und Rückenmark gerechnet, die verbleibenden, dem Gehirn und Rückenmark entspringenden Nervenwurzeln mit ihrer Fortsetzung in Form einzelner Nerven bilden das PNS.

Zentrales Nervensystem Peripheres Nervensystem
Gehirn Großhirn Hirnnerven
Hirnstamm
Kleinhirn
Rückenmark Periphere Nerven

Physiologisch (=funktionell) lassen sich andererseits die sensormotorischen Aufgaben des Nervensystems von den vegetativen unterscheiden.

zum Seitenanfang

Das sensor-motorische Nervensystem

Das sensor-motorische Nervensystem dient - vereinfacht gesagt - der Auseinandersetzung des Organismus mit seiner Umgebung. Es empfängt Sinneseindrücke (sehen, hören, schmecken, fühlen - Temperatur, Schmerz, u.a.) die zunächst spezielle Organe, sogenannte Rezeptoren, anregen. Anschließend erfolgt die Weitervermittlung des Sinneseindruckes über die Nervenfasern des "PNS", dann über die Bahnen des Rückenmarkes bis zu speziellen Bereichen des Gehirns ("ZNS"), wo sie "wahrgenommen werden".

Neben dem Empfang und der Wahrnehmung von Sinneseindrücken ist die zweite Aufgabe des sensor-motorischen Nervensystems die Motorik, d.h. die Entstehung von Bewegung. Betrachtet man zunächst nur "einfache" Bewegungen, wie z.B. das Beugen eines Fingers, so ergibt sich als Ereigniskette zunächst die Aktivierung eines sogenannten Bewegungsmusters ("Beuge den rechten Zeigefinger") in einem speziellen Gehirnareal ("ZNS"), von dort aus werden mehrerer Nervenzellen, die für die Aktivierung ,   einzelner, bei dem Vorgang beteiligten Muskeln,  in der Zentralregion des Gehirns ("ZNS") verantwortlich sind. Von dort werden die Befehle über spezielle Bahnen quer durch das Gehirn zu verschiedenen Bereichen des Rückenmarkes geleitet, um dort liegende Nervenzellen zu erregen ("ZNS"). Die Fortsätze dieser Nervenzellen verlassen das Rückenmark durch die Nervenwurzeln ,um in den peripheren Nerven an den Fingermuskeln zu enden ("PNS").

zum Seitenanfang

Das vegetative (autonome) Nervensystem

Abgrenzen vom sensor-motorischen Nervensystem lässt sich das vegetative (autonome) Nervensystem, welches im wesentlichen Steuerungsvorgänge innerhalb des Organismus regelt. Unter Kontrolle des vegetativen Nervensystems stehen unter anderem der Blutdruck, der Herzschlag, die Ausschüttung zahlreicher Hormone, die Funktion des Magendarmtraktes und der Drüsen.

Auch das vegetative Nervensystem reagiert auf Sinneseindrücke. Anders als im sensor-motorischen Nervensystem dringen diese Eindrücke jedoch nicht ins Bewusstsein vor, sie werden "unbewusst" ("autonom") verarbeitet. Z.B. kann eine gefüllte Harnblase Blutdruckveränderungen hervorrufen, oder ein gefüllter Magen eine Serie von Verdauungsvorgängen beeinflussen.

Auch das vegetative Nervensystem lässt sich weiter  in zwei miteinander konkurrierende Prinzipien, den Sympathikus und den Parasympathikus unterteilen. Das vegetative Nervensystem reagiert meistens in komplexen Mustern, d.h. viele Dinge passieren gleichzeitig. Man spricht von einem "Überwiegen des Sympatikus oder des Parasympathikus". Als Beispiel einer Sympathikusaktivierung kommt es zu einer Adrenalinausschüttung, zur Herzschlagbeschleunigung, zur Verminderung der Darmdurchblutung mit Umverteilung des Blutes in die Muskulatur; im Gegenzug käme es bei Überwiegen des Parasympathikus zur Verlangsamung des Herzschlages, zur verminderten Muskeldurchblutung, zur Sammlung des Blutes im Magendarmtrakt und zur Einleitung von Verdauungsvorgängen. Stark vereinfacht lässt sich die Sympathikusaktivität mit einer "Flucht- oder Jagdsituation", die Parasympathikusaktivität mit einer Ruhesituation vergleichen.

Auch hier zeigt sich die Willkürlichkeit der Einteilungen: Nervenzellen, die die Aktivitäten des vegetativen Nervensystems regulieren, finden sich im Hirnstamm sowie in verschiedenen Bereichen des Rückenmarkes ("ZNS"), die Weiterleitung der Steuerungsvorgänge erfolgt zum Teil durch dieselben peripheren Nerven, über die auch die Funktionen des sensor-motorischen Nervensystems übermittelt werden ("PNS").

sensormotorisches Nervensystem
(Interaktion mit der Umwelt)
vegetatives (autonomes) Nervensystem
(inneres Milieu)
sensorisch sehen
hören
riechen
schmecken
Sympathikus
Parasympathikus
Herzschlag
Blutdruck
Verdauungstrakt
Drüsen
sensibel Berührung
Schmerz
Temperatur
motorisch pyramidal (bewusst)
extrapyramidal (unbewusst)
 

weiter zurück

zum Seitenanfang