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Moderiert von: stefan, manuela
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Die Sprechstunde
     Allgemeine Sprechstunde des Hydrocephalus Team
     Shuntentfernung
 

Autor Shuntentfernung
Martin-W
Neuer Gast

Registriert: 28.04.2017
Beiträge: 3


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Geschrieben: 28.04.2017 14:19

 Hallo! Ich habe eine Frage zum Shuntsystem. Im Jahr 2008 wurde mir ein Shunt wegen einer Arachnoiodalzyste implantiert. Laut den Ärzten bleibt der Shunt ein Leben lang drin. Durch einen Umstand erfuhr die Führerscheinstelle davon. Ich musste daher jährlich ein Attest vor legen, dass "der Shunt funktioniert". Im Jahr 2014 hatte ich einen Darminfekt. Laut Auskunft der Ärzte, was ich nicht verstand, bestand die Gefahr, dass angeblich durch das Shuntsystem verunreinigtes Wasser in den Kopf gelangt. Deshalb wurde 2014 der Shunt bis auf das Ventil im Kopf wieder entfernt. Warum das Ventil im Kopf blieb, konnte mir niemand sagen. Ich bin jetzt praktisch wieder ohne funktionierendes Shuntsystem und fühle mich pudelwohl ohne irgendwelche Probleme. Ich dachte nun, wenn der Shunt weg ist, entfällt das lästige Attest für die Führerscheinstelle. Von wegen! Die Behörde besteht weiterhin auf ein Attest. Hat irgend jemand Erfahrung und kann mir Auskunft geben ob das normal ist. Ich verstehe es auf jeden Fall nicht. Gibt es ähnlich gelagerte Fälle? Gibt es Entscheidungen, die ich der Führerscheinstelle vor legen kann? Für eine Hilfe wäre ich sehr dankbar!!! Viele Grüße Martin



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manuela
Moderators
Wohnort: Münster


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ICQ
Geschrieben: 29.04.2017 18:28

Hallo Martin,

hattest du bei dem Darminfekt auch eine Entzündung? Denn nur dann würde das einen Sinn ergeben. Bei einer Entzündung könnte die auf den Shunt übergehen.

So wie du das beschreibst, brauchst du garkeinen Shunt mehr. Meinst du das Ventil oder den Ventrikelkather?

Wegen der Atteste für die Führerscheinstelle, würde ich mir eine Bescheinigung von deinem behandelnden Neurochirurgen ausstellen lassen, dass du keinen Shunt mehr hast.

Du solltest, auch wenn es dir soweit gut geht, regelmäßig zu den Kontrolluntersuchungen gehen. Wo bist du denn in Behandlung?




Liebe Grüße
Manuela

Indem die Natur den Menschen zuließ, hat sie viel mehr als einen Rechenfehler
begangen: Ein Attentat auf sich selbst.



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Martin-W
Neuer Gast

Registriert: 28.04.2017
Beiträge: 3


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Geschrieben: 30.04.2017 12:18

 Hallo Manuela!

Vielen herzlichen Dank für die Antwort. Ja, ich hatte eine Entzündung. Erst entfernten Sie bis auf das Ventil im Kopf alles, also den Schlauch, aber 2 Tage später wollten  Sie ihn wieder implantieren. Ich kann dazu nicht viel sagen. Der Krankenhausaufenthalt dauerte 3 Monate mit Koma, Luftröhrenschnitt, Wasser an der Lunge, Gallenblasenentfernung. Außerdem Behandlungsfehler wie Übermedikation, Bruch des rechten Arms währemd der Op. Ich habe von den 3 Monaten praktisch bis auf die letzten 2 Wochen nichts mkit bekommen. Für die Klinik bin ich ein Weltwunder. Es passiert eigentlich überhaupt nicht, dass ein Patient das so gut übersteht. Die meisten Patienten kommen ins Pflegeheim oder auf den Friedhof. Ich habe die Ärzte und Krankenschwestern in der Klinik schon öfters besucht. Sie sind immer perplex und verwundert wie giut es mir geht. Nach ihrer Aussage ist es sehr sehr selten. 

Der Witz ist ja, der Neurologe hat der Führerscheinstelle sofort mit geteilt, dass der Shunt entfernt wurde. Die Behörde besteht trotzdem auf das Attest. Ich finde das unverhältnismäßig und überzogen. Das Problem ist, meine Führerscheinbehörde ist für diesen Bürokratismus bekannt. Deshalb wäre es für mich gut, wenn ich ähnlich gelageete Fälle habe, die ich der Führerscheinstelle vor legen kann. 

Aber wie es aussieht bin ich weit und breit, der einzige, der hier Probleme hat.

Du sprichst Kontrolluntersuchungen an. Das ist der gleiche Witz. Von Anfang an, seit der Implantation hat keiner zu mir wegen Kontrolluntersuchungen etwas gesagt, obwohl ich gefragt habe. Die Antwort war, wenn der Shunt nicht funktioniert merke ich es schon. Punkt!!!

Ich war während der Zeit von 2008 bis 2014 in der ich den Shunt noch hattte, bei keiner Kontrolle und jetzt seit 2014, wo er entfernt wurde auch nicht. Ich habe es auch nicht verstanden. Ich fühlte mich ohne irgendwewlche Probleme bzw. Schmerzen während der Zeit, wo der Shnut noch "drin" war sehr wohl und jetzut danach auch. Ich bin in keiner Behandlung. Ich renne bloß wegen dem verdammtem Attest zum Neurologen. bzw. Arzt. Für meinen Hausarzt bin ich auch eine Rarität, die man fast nie sieht...grins. Ich gehe icht zum Arzt, wenn es mir gut geht. 

Es hört sich vieilleicht frech und blöd an. Den Shunt betrachtete ich als Luft. Für mich war er keine Belastung, Behinderung und keine Beeinträchtigung. Der Grund - ich habe seit ca. 30 Jahren eine Armprothese. Mir wurde dfamals wegen eines Tumors der linke Arm mit Schulter amputiert. Also was ist eine größere Belastung? Die große Armprothese oder das lausige Ventil mit dem Feuerwehrschlauch - grins. 

Der bisherige Neurologe schob den "schwarzen Peter" der Führerscheinstelle zu. Sie sollte die Frage beantworten, ob weitere Atteste notwendig sind. Das ist naiv. Solche Entscheidung ist eine medizinische Entscheidung, die kein Schreibtischtäter einer Behörde beantworten kann. 

Im September habe ich bei einen anderen Neurologen einen Termin  für das Attest. Ich hoffe, dass er diese Entscheidung über weitere Atteste trifft. Wenn ich noch weitere Unterelagen hätte, die mir das bestätigen, wäre es hilfreich. Es gibt bei Behörden ein Gesetz. Wenn man einen Sachbearbeiter mit Akten und Unterlagen überhäuft, wird er unsicher und gibt auf. Er möchte dann möglichst schnell die Akte schließen,,,, :

Viele liebe Grüße und alles Gute!

Martin

 



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manuela
Moderators
Wohnort: Münster


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ICQ
Geschrieben: 01.05.2017 14:03

Hallo Martin,

deine Geschichte hört sich ja echt abenteuerlich an.
Weißt du, weshalb die Drainage dann doch nicht wieder implantiert wurde?

Dass die Führerscheinstelle noch immer auf ein Attest besteht, kann aber auch daran liegen, dass wenn sich die Beschwerden doch wieder kommen, sie die Auflagen verschärfen können. Ich weiß, dass Epileptiker nur dann Auto fahren dürfen, wenn sie 3 Jahre lang Anfallsfrei sind. Sonst wird der Führerschein eingezogen, oder die Auflagen verschärft.

Ich habe deshalb keinen Führerschein gemacht, obwohl ich damals 10 Jahre lang Anfallsfrei war. Was sich leider wieder geändert hat.

Regelmäßig Kontrolluntersuchungen sollte 1-mal im Jahr sein (am besten bei einem Neurochirurgen). Bei Patienten, die keine Beschwerden haben, sollten alle 2 Jahre Kontrollen stattfinden. Zudem sollten auch regelmäßig die Augen kontrolliert werden.




Liebe Grüße
Manuela

Indem die Natur den Menschen zuließ, hat sie viel mehr als einen Rechenfehler
begangen: Ein Attentat auf sich selbst.



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Martin-W
Neuer Gast

Registriert: 28.04.2017
Beiträge: 3


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Geschrieben: 02.05.2017 07:49

 Hallo Manuela!

Es tut mir leid, dass Du wieder Probleme hast, aber vielleicht heilt die Zeit doch Wunden..

Probleme sind nicht da um vor ihnen zu kapitulieren, sondern das man sie besiegt!

Wieso die Drainage nicht wieder installiert wurde, weiß ich nicht. Einen Tag lang, wollten sie es, aber erfolgte dann doch nicht. Das Problem in der Klinik war ja auch, ich hatte 6 behandelnde Ärzte, aus 6 Nationen. Da gab es schon mal Verständigungsschwierigkeiten nicht nur mir gegenüber, sondern auch bei den Ärzten untererinander. Auch bei der Behandlung. Der eine Arzt verordnete mir ein Medikament, der andere setzte es ab. Das ging dauernd hin und her. Im Grunde war ich in 2 Kliniken. In der einen wurde ich operiert und lag auf intensiv, in die andere kam ich, wenns mir besser ging. Es gab Rückschläge mit weiteren notwendigen OP´s, dann gings wieder in die andere Klinik. Das andere Problem bei den 2 Kliniken. Sie gehören zwar einen Betreiber, aber untereinander sind sie wie Hund und Katze und arbeiten nicht unbedingt gut zusammen. Jede Klinik ist "neidisch" auf die andere Klinik. Man hörte es ja oft von den Krankenschwestern. Ein Patient merkt die Unstimmigkeit bei der Behandlung. 

Na ja, an der Führerscheinstelle liegt es nicht unbedingt wegen weiterer Atteste. Erwähnen muss ich noch. Bisher musste ich jährlich ein Atttest vor legen. Eigentlich immer noch. Hört sich blöd an. Vor kurzem ist der Sachbearbeiter bei der Führerscheinstelle in Rente gegangen. Die Nachfolgerin hat bei der Forderung von weiteren Attesten "ein Türchen offen" gelassen. Die Forderung bzw. Auflage ist ja auch jetzt, der Arzt soll eine Aussage trefffen, ob überhaupt ein weiteres Attest notwendig ist, wenn ja in welchen Abständen. Wenn mein bisheriger Neurologe etwas Mum und nicht "feige" wäre, hätte er diesbezüglich etwas ins Attest geschrieben und die Angelgenheit wäre erledigt. Aber... 

Nein - die Entscheidung überließ er der Führerscheinstelle. Die Dame sollte über eine medizinische Frage entscheiden!!! Mir ist völlig klar, dass sie so etwas nicht machen kann und darf. Deshalb verlangte sie weiter ein jährliches Attest. Ich bin der Sachbearbeiterin deswegen nicht böse. Ich würde auch nicht anders handeln.

Was ich ihr aber vorhalte, sie will über mich entscheiden und hat meine Akte, als sie die übernommen hat, nicht mal gelesen. Ist doch überall ein Grundatz. Man muss sich erst einmal einlesen, damit man einen Überblick hat. Wenn sie meine Akte lesen würde, hätte sie bemerkt, dass die Probleme nicht gesundheitliche Probleme sind, sondern nur menschliche Oberflächlichkeit und Fehleinschätzung. 

Ich habe mir jetzt auf dieser Internetseite einige Beiträge gelesen. Ich war perplex, welche Schwierigkeiten, Probleme und Schmerzen andere "Shuntbesitzer" haben. Mir ist das alles unbekannt. Ich spür das Ding nicht und hab keine Beeinträchtigung. Ich "lebe" genauso wie vor dem Shunt. Für mich ist das eine Sache am oder im Körper wie bei anderen ein Piercing. Ich weiß, ein saudummer Vergleich, aber mir geht es einfach sehr gut. Ein Armprothese ist schlimmer. Nach der Shuntimplantation auf der Reha, wollte sie mich physisch für ein Leben mit dem Shunt auf bauen. Sie haben das schnell auf gegeben, als ich sie fragte: Was ist schlimmer. Ein kleiner Shunt oder eine riesige Armprothese. Die Antwort war ihnen klar 

Mir würde es noch besser gehen, wenn ich die Führerscheingeschichte vergessen könnte. 

Ich habe jetzt große Hoffnung, dass der "neue Neurologe" ein vernünftigers Attest schreibt, damit die unendliche Geschichte ein Ende hat. Soviel Verantwortung hätte ich, wenn ich merken würde, dass ich nicht in der Lage bin Auto zu fahren, würde ich es nicht machen!!! Wenn dann ein Unfall passiert mit Toten und Verletzten wäre ich die "ärmste Sau". So naiv bin ich sicher nicht!!

Du sprichst von Kontrollen. Das Problem in meiner ländlichen Gegend. Es gibt nicht an jeder Ecke einen Neurologen, geschweige denn einen Neurochirurgen. Vor 2 Jahren sttellte mein bisheriger Neurologe aus Schlamperei und Oberflächlichkeit ein falsches Attest aus, was ich erst bemerkte, als die Führerscheinstelle, mir die Fahrerlaubis entziehen wollte, Da ich Widerspruch einlegte, wollte sie ein unabhängiges Attest von einen anderen Neurologen. Ich habe im Umkreios von ca. 150 km 10 Neurologen abgeklappert. Keiner hatte eine Zulassung für Verkehrsmedizin, was notwendig ist. Einen fand ich, der wollte mich aber als Neupatient nicht annehmen. Mein Glück war dann, dass der bisherige Neurologe zum Glück sein falsches Attest zurück zog. 

Du sprichst von einen Neurochirurgen. Jetzt gibt es bei uns schon so wenig Neurologen und erst recht Neurochirurgen. Ich bekomme noch eher eine Audienz beim Papst, als einen Termin beim Neurochirurgen. 

Wie gesagt, ich fühle mich "pudelwohl". Du sprichst die Augen an. Meine Sehkraft ist bestens. Ich habe von Neurologen in der Klinik und auch durch das Internet Tipps bekommen, mit denen man so eine Art Selbsttest machen kann. Mir ist klar, das ist keine fachmännische Untersuchung. Aber bekomm mal bei unseren jetzigen Gesundheitssystem einen Termin. Keiner hat Zeit. Ich habe dem Neurologen aus der behandelnden Klinik, der mir im Herbst das Atttest erstellen will, fast die Schuhe küssen müssen, damit er das macht. Normalerweise macht die Klinik keine Atteste für Behörden, aber bei mir als "guter Kunde" - grins - machte er eine Ausnahme. 

Du wirst langsam auch bemerken. Meine Probleme sind nicht gesundheitliche Probleme, sondern bürokratische Probleme von anderen Menschen. 

Ich habe es langsam satt, die Unfähigkeit und Schlamperei von anderen aus zu baden. Erwähnen will ich noch. Ist für mich aber eine Kleinigkeit... Der Tumor, der mir damals den Arm kostete, tauchte vor 8 Jahren wieder auf. Durch eine Biopsie wurde er bestätgigt. Er ist praktisch unheilbar, weil er so selten ist. Warum der damals verschwunden ist, weiß keiner. Spontanremission? Der Tumor wurde 10 x entfernt und jedesmal tauchte er wieder auf. Auch nach der Amputation.

Er reagiert nicht auf Chemo oder Bestrahlung. Auf OP´s reagiert er allergisch und fängt zu wuchern an. Ich hatte schon mal die Erfahrung. 5 Tumorzentren in Deutschland, die ich kontaktierte, hatten keine Lösung für das Problem. Jeder wollte bestrahlen und operieren, obwohl sie wussten, dass das nicht funktioniert. Keiner sagte, ich soll ihn laufend kontriollieren lassen. 

Ich habe einen Pakt bzw. einen Waffenstillstand mit dem Tumor geschlossen. Ich lasse ihn in Ruhe, wenn er mich in Ruhe lässt. Bisher klappt es....grins.

Ich habe jetzt 30 Jahre mit Angst wegen wieder Auftauchens des Tumors verbracht. Mich 30 Jahre mit Phantomschmerzen wegen der Amputation, die nicht heilbar ist herum geschlagen. Jetzt ist Schluß! Irgendwann stirbt die Angst vor Krankheit und Schmerz. Alles Gewohnheitssache....

 

 



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