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Hydrocephalus

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Hydrocephalus

Hallo, meine Frage lautet, muss ein Shunt verlängert werden und wenn ja in welchen Abständen?
Kann man dieses auch planmäsig durchführen , oder kommt es immer darauf an ,wie es meinem Kind geht? Würde mich über Beiträge dazu freuen.

Geschrieben von Heike am 11.09.2002 20:18:10   (3431 * gelesen)

     

Kommentare

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Für den Inhalt der Kommentare sind die Verfasser verantwortlich.


Re: Hydrocephalus 
von thomas am 11.09.2002 20:52:24  http://
Hallo Heike,



ein Shunt muß nur dann verlängert werden, wenn dein Kind z. B. einen größeren Wachtumssprung hatte. Also meist so nach der Pupertät. Wenn dein Kind in den ersten Lebensjahren einen Shunt implantiert bekommen hat, ist dieser lang genug, so das es auf Grund einer Verlängerung keine weiteren OP`s nötig sind. Wie das mit anderen Revisionen während dieseer Zeit aussieht, kann glaube ich niemand vorhersagen.

Wenn ein Shunt gelegt wird, wird der Schlauch so lang in den Bauchraum gelegt, das für die nächsten 10-15 Jahre eine Verlängerung des Schlauches nicht nötig ist. Im Grunde hängt es darauf an, wie schnell dein Kind wächst.



Viele Grüße und alles Gute für dein Kind



Thomas
Re: Hydrocephalus 
von Anonymous am 12.09.2002 08:36:38 
Hallo Heike, hallo Thomas.



so ganz kann ich die Meinung von Thomas nicht teilen.



Nach meinen Erfahrungen ist es heute so, daß sofern die Anlage eines VP-Shunts, daß heißt eine Ableitung vom Kopf in die Bauhöhle bei Säuglingen möglich ist, hier ca. 30 cm Schlauchlänge "aufgerollt" in die Bauchhöhle gelegt werden. Bei normalem Wachtum kommen die Kinder damit bis ca. zum 5. Lebensjahr ohne Verlängerung aus.



Um schleichenden Druckproblemen, die auch durch versäumte Shuntverlängerungen entstehen können, vorzubeugen sollte eine regelmäßige Röntgenkontrolle der verbliebenen Shuntlänge erfolgen. Darüber, ob man sozusagen je nach Röntgenbefund "vorsorglich" den Shunt verlängern soll oder auf Hirndrucksymptome warten soll, gehen die Meinungen wohl z.T. auseinander.



Ich persönlich als HC-Betroffene, die seit dem 4. Lebensmonat mit einem Shunt lebt, würde Eltern immer eher zu einer "präventiven" Vorgehensweise raten, da ich selbst erleben mußte, was es heißt, wenn man zu lang abwartet und dadurch Komplikationsketten u. Folgeschäden entstehen können, die nur schwer zu beherrschen sind und oft zahlreiche Operationen nach sich ziehen.



Bei einem VA-Shunt, daß heißt einer Ableitung in den rechten Herzvorhof, müssen die Kontrollen natürlich entsprechend kürzer sein.



Wenn Du unsicher bist, ist es außerdem nie verkehrt, sich eine zweite Meinung in einer HC-Ambulanz (siehe Klinikliste) einzuholen. Leider gibt es davon nur sehr wenige in Deutschland, so daß man manchmal ein wenig Fahrweg in Kauf nehmen muß. Dieser Aufwand ist im zweifels Fall aber immer geringer, als die Folgen möglicher Komplikationen auffangen zu müssen.



Herzliche Grüsse



Sophie:)