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schlaganfall

Schlaganfall

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Pfeil Gefäßerkrankungen des Gehirns, allgemein

Schlaganfall

Definition

Unter der Bezeichnung Schlaganfall (engl.: Stroke) sind unterschiedliche Krankheitsbilder zusammengefasst, gemeinsam ist ihnen eine plötzlich einsetzende Funktionsstörung des Gehirns. Ursache ist entweder ein verschlossenes oder ein geplatztes Blutgefäß. Im ersten Fall kommt es zu einer Durchblutungsstörung eines Gehirnabschnitts, im anderen Fall handelt es sich um eine Blutansammlung im oder direkt neben dem Gehirn.
Durch einen vorübergehenden deutlichen Blutdruckabfall, kann ein Schlaganfall auch bei hochgradig verengten Blutgefäßen auftreten, ohne dass ein Gefäßverschluss vorliegt.

Die Symptome sind vergleichbar: es kommt - meist plötzlich - zum Ausfall von Gehirnfunktionen wie z.B.:

  • Sprachstörungen
  • Sehstörungen
  • Taubheitsgefühlen in einem Arm oder Bein oder im Gesicht
  • Schwäche oder Lähmungserscheinungen in einem Arm oder Bein
  • Gesichtsasymmetrie (schiefer Mund)

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Handelte es sich früher beim Schlaganfall um eine fast schicksalhaft verlaufende Erkrankung ohne die Möglichkeit, medizinisch viel tun zu können, so hat sich die Situation in den letzten Jahren deutlich verändert:

Der Schlaganfall stellt heute einen medizinischen Notfall dar, bei dem in vielen Fällen in den ersten Stunden erfolgversprechende Behandlungsmöglichkeiten angewendet werden können.

Oft handelt es sich bei den ersten Symptomen auch um Warnsymptome, so dass durch rechtzeitige Untersuchung und Behandlung die Ausbildung eines (schweren) Schlaganfalles verhindert werden kann.


Warnsymptome

Wenn auch der Begriff Schlaganfall den plötzlichen Beginn der Symptome widerspiegelt, so kommt es ebenfalls nicht selten vor, dass sich ein Schlaganfall durch Vorzeichen Stunden, Tage oder auch Wochen vorher ankündigt.

Bei folgenden Warnsymptomen sollten Sie umgehend Kontakt zu einem Arzt oder Notarzt aufnehmen oder eine Klinik aufsuchen:
plötzliches Erblinden oder Sehstörungen auf einem Auge
Sehen von Doppelbildern
(vorübergehende) halbseitige Lähmung oder Schwäche - (beim Schreiben fällt Ihnen beispielsweise ständig der Stift aus der Hand)
plötzliche, meist halbseitige Gefühlsstörung (Bein und/oder Arm fühlen sich an wie eingeschlafen)
(kurzzeitige) Sprachstörungen - (Worte fehlen, Silben werden vertauscht, die Sprache klingt wie betrunken)
Drehschwindel oder Gangunsicherheit
ein erstmalig und plötzlich auftretender, rasender Kopfschmerz

Derartige Funktionsstörungen, die an einen Schlaganfall erinnern, aber innerhalb weniger Minuten bis 24 Stunden wieder verschwinden, sind die klassischen Vorboten des Schlaganfalles und werden als TIA (=transitorische ischämische Attacke, "vorübergehender Blutmangel") im Gehirn bezeichnet.

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In Gespräch und Untersuchung können Arzt oder Notarzt entscheiden, ob eine sofortige Aufnahme in ein Krankenhaus notwendig ist.

 

Untersuchung und Behandlung im Krankenhaus

Acute Stroke, MRT  Im Krankenhaus kann anhand von Schnittbilduntersuchungen des Gehirns (Computertomographie (CCT, rechtes Bild), Kernspintomographie (MRT, linkes Bild)) Ausmaß und Art des 

Acute Stroke, CCT

 

 

 

 

 

Schlaganfalles festgestellt werden. Dabei kann eine Gehirnsblutung nach geplatztem Blutgefäß sofort, eine Durchblutungsstörung nach Stunden bis Tagen sicher erkannt werden.

Akut-Behandlung (Lyse)

Die weitaus meisten Schlaganfälle entstehen, ähnlich wie Herzinfarkte durch den Verschluß eines Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel. Da lag es nahe, wie am Herzen mittlerweile bewährt, auch am Gehirn zu versuchen, diesen Blutpfropf mit Medikamenten wieder auszulösen (= Lyse - Therapie). Dies ist, wie man vom Herzen weiß, innerhalb einiger Stunden nach dem Ereignis möglich.
Nachteil ist, dass die verwendeten Medikamente das Blut vorübergehend nahezu ungerinnbar machen. Typische und gefährlichste Komplikation der Behandlung ist dementsprechend die Gehirnblutung und andere Blutungen. Dies hat seit den ersten Versuchen einer derartigen Behandlung, die nunmehr über 20 Jahre (!) zurückliegen, immer wieder dazu geführt, dass Studien abgebrochen werden mussten, weil die behandelten (!) Patienten durch die Komplikationen viel schlechter abschnitten als die unbehandelten. Dementsprechend galt Langezeit beim Schlaganfall nichts tun als die beste Therapie.
Ermutigend sind nun in den letzten Jahren Untersuchungen des amerikanischen National Institute of Health (NINDS), die zeigen konnten, dass ein neues Medikament (rTPA) in einer bestimmten Dosierung, injiziert wie eine normale Infusion (systemische Lyse) innerhalb der ersten 3 Stunden nach einem akuten Schlaganfall den Verlauf der Erkrankung günstig beeinflussen konnte. Leider ist es, auch im zweiten Anlauf 1998 nicht gelungen, dieselben Ergebnisse auch in einer europäischen Untersuchung (ECASS II) zu wiederholen, so dass derzeit die unbefriedigende Situation besteht: rTPA gilt in den USA als wirkungsvoll und ist zur Behandlung des akuten Schlaganfalles zugelassen, in Europa nicht, d.h. jede derartige Behandlung in Europa hat experimentellen Charakter und muss dementsprechend mit Patient und/oder Angehörigen abgesprochen werden, was im Ernstfall einfach kostbare Zeit kostet.
Ähnlich ist die Lage für die sogenannte lokale Lyse. Hier wird zunächst innerhalb einer Röntgenuntersuchung (Angiographie, DSA) das verschlossene Gefäß dargestellt. Anschließend erfolgt durch den Katheter, der ja bereits in der direkten Nachbarschaft des Gefäßverschlusses liegt, die Gabe von rTPA. Unter Röntgenkontrolle wird verfolgt, ob sich das Gefäß wieder eröffnet.
Im Vergleich hat die systemische Lyse den Vorteil, dass sie schnell und einfach - d.h. ohne Angiographie - durchzuführen ist. Die lokale Lyse kommt hingegen mit weniger gerinnungshemmendem rTPA aus, da es direkt am Ort des Geschehens injiziert werden kann. Lediglich für die systemische Lyse ist, bislang lediglich in der USA, eine Wirksamkeit nachgewiesen. Außerdem ist diese Therapie nur innerhalb der ersten 1-3 Stunden nach dem Beginn der Symptome möglich. Dennoch herrscht gewissermaßen Aufbruchstimmung bei der Behandlung des akuten Schlaganfalles, mehr denn je besteht in der letzten Zeit die Hoffnung, dass die Prognose durch eine gezielte Akutbehandlung verbessert werden kann.

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Schlaganfalleinheit (Stroke-Unit) für die ersten Behandlungstage

Man ist sich mittlerweile einig, dass zur Verbesserung der Akutversorgung der Schlaganfallpatienten ganz spezielle Schlaganfallstationen (Schlaganfalleinheiten - Stroke-Units) notwendig sind, die derzeit in vielen medizinischen Zentren eingerichtet werden. Hier werden alle notwendigen Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten rund um die Uhr zur Verfügung stehen.
Auch im Zentralkrankenhaus Bremen-Ost wird es ab 1999 eine derartige Station geben.
Unabhängig davon, ob eine Lysebehandlung durchgeführt wurde, sind die ersten Behandlungstage für den Verlauf der Schlaganfallerkrankung entscheidend.
Zunächst müssen die Funktionen des Herzkreislaufsystems überwacht und ggf. stabilisiert werden.
In intensiven Untersuchungen muss versucht werden, die für diesen speziellen Fall zutreffende Ursache möglichst genau zu erkennen, um sofort einem weiteren Schlaganfall vorzubeugen (Sekundärprophylaxe).
Bereits frühzeitig wird begonnen, durch Übungsbehandlung die als Folge des Schlaganfalles eingetretenen Funktionsstörungen zu kompensieren (Früh-Rehabilitation).
Außerdem muss frühzeitig dass Auftreten von Komplikationen erkannt werden.

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weitere Behandlung

Nach wenigen Tagen oder Stunden in der Stroke Unit erfolgt die weitere Behandlung bei ausreichend stabilem Zustand in einer Früh-Rehabilitationsstation. Wenn der Zustand dies nicht zulässt, ist es oft erforderlich, zunächst eine konventionelle stationäre Behandlung, evt. auch vorübergehend auf einer Intensivstation durchzuführen. Die Behandlungsziele unterscheiden sich in dieser Zeit allerdings nicht von den oben genannten.

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Komplikationen

In den ersten Tagen nach Auftreten eines (größeren) Schlaganfalles kann das untergegangene Gehirngewebe stark anschwellen. Weil dadurch auch der Druck auf das umliegende, noch ungeschädigte Gehirn groß werden kann, ist diese Situation oft lebensgefährlich. In der letzten Zeit wurde versucht, für derart betroffene Patienten die Überlebenschancen dadurch zu verbessern, dass mittels einer Operation des Schädelknochens vorübergehend Platz geschaffen wird. Diese Therapie befindet sich allerdings noch in einem experimentellen Stadium und kommt bislang nur in besonderen Fällen zum Einsatz.
Früher oder später kann es nach einem Schlaganfall aufgrund der Gehirnschädigung zu epileptischen Anfällen kommen, die medikamentös zu behandeln sind.
Weitere Komplikationen lassen sich auf die mit dem Schlaganfall einhergehenden Ausfallserscheinungen zurückführen, wie

  1. Ernährungsschwierigkeiten bei Schluckstörungen
  2. Infektionen von Lunge und Blase bei Bettlägerigkeit
  3. Wesensänderung

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Differentialdiagnose

Auch eine Kopfverletzung, sog. Schädelhirntrauma kann zu Ausfallserscheinungen wie ein Schlaganfall führen. Meist lässt sich anhand der näheren Umstände unterscheiden, was vorliegt, in Einzelfällen (Sturz auf den Kopf mit anschließender Lähmung) in es mitunter unklar, ob die Lähmung zum Sturz oder der Sturz zur Lähmung geführt hat.
Vor allem bei jüngeren Patienten muss auch an eine Enzephalomyelitis disseminata gedacht werden.
Nach einem epileptischen Anfall können Lähmungen wie bei einem Schlaganfall vorübergehend, z.T. über mehrere Stunden anhaltend, auftreten.
Auch eine Gehirnentzündung (Enzephalitis) kann sich durch Lähmungen, Sprachstörungen u.ä. manifestieren.
Selten kommt es sogar im akuten Migräneanfall zu neurologischen Ausfallserscheinungen.

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der weitere Verlauf - Rehabilitation/Frührehabilitation

der Krankheitsverlauf

Auch wenn es nicht zum Auftreten typischer Komplikationen kommt, hinterlässt ein Schlaganfall in den meisten Fällen Folgen. Definitionsgemäß handelt es sich bei einem Schlaganfall um Untergang von Gehirngewebe, d.h. der von diesem Teil des Gehirns versorgte Aufgabenbereich liegt zunächst einmal brach. Dies äußert sich in den typischen Ausfallssymptomen.
Beobachtungen zeigen allerdings, dass sich in den allermeisten Fällen die anfängliche Symptomatik innerhalb von Tagen bis wenigen Wochen zurückbildet. Dies wird damit erklärt, dass z.T. dem Infarkt benachbartes Gehirngewebe nicht völlig zugrunde geht, sondern nur durch eine etwas reduzierte Blutzufuhr oder erhöhten Druck vorübergehend in der Funktion beeinträchtigt wird. Außerdem scheint das Gehirn in der Lage zu sein, z.T. die Aufgaben der untergegangenen Bereiche mit zu übernehmen. Gerade dies wird durch möglichst frühzeitige qualifizierte Rehabilitationsbehandlung gefördert.
Insgesamt kann sich also das Ausmaß der Ausfälle im Verlauf der Erkrankung deutlich verringern. Dennoch bleibt in fast allen Fällen eine, wenn auch minimale Restsymptomatik zurück. Diese kann in leichten Missempfindungen, in der Schwierigkeit ganz feine Bewegungen auszuführen oder auch in - besonders bei Aufregung auftretenden - leichten Sprachstörungen, evt. auch nur in einer leichten Gesichsasymmetrie bestehen.
Unabhängig davon können Konzentrationsstörungen oder eine verstärkte Neigung zu Kopfschmerzen auftreten.

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Rehabilitation/Frührehabilitation

Mindestens ebenso wichtig wie die Akutversorgung des Schlaganfalles ist die anschließende Übungsbehandlung.
Bereits kurz nach der Aufnahme im Krankenhaus beginnt ein Rehabilitationsprogramm mit speziell abgestimmter Pflege, krankengymnastischer Behandlung auf neurophysiologischer Grundlage, Sprachtherapie (Logopädie) und Ergotherapie. So früh wie möglich erfolgt die Verlegung in eine Abteilung für Frührehabilitation (schwer betroffene Patienten) oder in eine für Rehabilitationsklinik.
Eine Abteilung für Frührehabilitation neurologisch-neurochirurgischer Patienten existiert seit November 1998 auch im Zentralkrankenhaus Bremen Ost, Rehabilitationskliniken finden sich in der Umgebung von Bremen, eine Abteilung zur Rehabilitation älterer Patienten - geriatrische Rehabilitation - wurde im Zentralkrankenhaus Bremen Ost 1996 eröffnet.
(Weitere Informationen und Links zur Rehabilitation)

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Ursachen

Bei den Ursachen des Schlaganfalles ist zwischen verschlossenem und geplatztem Blutgefäß zu unterscheiden. (Gefäßversorgung des Gehirns)
Mit ca. 80% der Fälle beruht der Schlaganfall am häufigsten auf einem Gefäßverschluss mit nachfolgendem Blutmangel, einer sog. Ischämie. Im Laufe der letzten Jahre konnten unterschiedliche Mechanismen dargestellt werden, die zum Verschluss eines Blutgefäßes beitragen.

  1. Die häufigste Ursache ist die Arterienwandverkalkung, die Arteriosklerose. Da sie auch zu anderen Erkrankungen wie Verschlüssen der Beingefäße und der Herzkranzgefäße führt, ist sie selbst bei Nichtmedizinern gut bekannt, ebenso, wie die Risikofaktoren, die ihr Auftreten begünstigen.
  2. nicht ganz so häufig ist der Verschluss eines Blutgefäßes durch kleine Bröckchen zusammenklebender Blutbestandteile, sog. Thromben, die sich vornehmlich im Herzen, z.B. nach einem Herzinfarkt, bilden können und mit dem Blutstrom in die das Gehirn versorgenden Blutgefäße gespült werden. Je nach Größe wird dann plötzlich ein Blutgefäß verstopft. Ein erhöhtes Risiko derartiger Ereignisse besteht v.a. bei sehr unregelmäßigem Herzschlag (Arrhythmie).
  3. zu den weitaus selteneren Ursachen sind zu rechnen
    1. Entzündungen von Blutgefäßen
    2. Verletzung von Blutgefäßen, z.B. durch heftige Dreh- oder Streckbewegung des Kopfes oder Halses (beim Sport, bei sog. Einrenken oder auch ohne erkennbare Ursache
    3. Gefäßverkrampfungen
    4. Blutgerinnungsstörungen
    5. Gefäßveränderungen bislang ungeklärter Ursache, wie z.B. das sog. Moya-Moya-Syndrom, bei dem es zum allmählichen Verschluss größerer Blutgefäße kommt

In den verbleibenden ca. 20% der Fälle ist nicht ein verschlossenes, sondern ein geplatztes Blutgefäß die Ursache. Dies führt zu einer plötzlichen Blutansammlung im oder neben dem Gehirn, einer sog. Gehirnblutung. Sowohl die Symptome wie auch die Ursachen, die zu den vorausgehenden Gefäßveränderungen führen, sind sehr ähnlich denen die zu einem Gefäßverschluss führen, wobei bei der Gehirnblutung der Bluthochdruck zu den führenden Ursachen zählt.

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Vorbeugung/Langzeitbehandlung: Risikofaktoren mindern

Spätestens im Anschluss an einen Schlaganfall, besser jedoch im Rahmen vorbeugender Maßnahmen ist es sinnvoll, die für sich selbst zutreffenden Risikofaktoren zu kennen und, soweit möglich, zu bekämpfen.

Risikofaktoren, die das Auftreten eines Schlaganfalles begünstigen:
Bluthochdruck
Rauchen
Übergewicht
Bewegungsmangel
Zuckerkrankheit
Fettstoffwechselstörungen (Cholesterin)
Herzrhythmusstörungen

vorbeugende Behandlung - Primärprophylaxe

Während die Beeinflussung der Faktoren 2-4 jedem selbst möglich ist, sind Blutuntersuchungen sowie EKG und Blutdruckmessung im Rahmen der allgemeinen Vorsorgeuntersuchungen empfehlenswert.
Spätestens nach dem Auftreten von Warnsymptomen sollten sie durchgeführt werden, wie auch eine Ultraschalluntersuchung der Halsschlagadern - Dopplersonographie - mit deren Hilfe sich Verengungen der Blutgefäße frühzeitig und risikolos darstellen lassen.
Die vorbeugende Behandlung zielt zunächst auf eine weitgehende Ausschaltung der Risikofaktoren. Neben entsprechender Lebensführung sollten Herz-Kreislauferkrankungen behandelt werden, manchmal ist es unumgänglich, mit Hilfe bestimmter Medikamente, z.B. Aspirin, die Blutgerinnung dauerhaft herabzusetzen. Während über die exakte Dosis international wieder mal verschiedene Ansichten bestehen, kann generell der vorbeugende Effekt dieser Maßnahme als nachgewiesen angesehen werden.
Umstrittener sind die operativen Maßnahmen, die bei hochgradig verengten Halsschlagadern durchgeführt werden. Hier muss sehr sorgfältig das Risiko einer Operation gegenüber dem Spontanverlauf abgewogen werden.
Falls bei einer Person, die niemals Schlaganfallsymptome verspürt hat, per Zufall eine Gefäßverengung nachgewiesen wird, gilt eine besondere Zurückhaltung. Erst nach gründlicher Beratung durch den behandelnden Neurologen kommt ggf. eine Operation in Frage, und auch dies nur in einem Zentrum mit nachgewiesen guter Operationsstatistik. (Sonst ist das Risiko, durch die Operation einen Schlaganfall zu erleiden, möglicherweise höher als ohne Operation.)

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vorbeugende Behandlung nach dem ersten Schlaganfall - Sekundärprophylaxe

Wenn es bereits zum Schlaganfall gekommen ist, beginnt die Vorbeugung vor dem nächsten Schlaganfall bereits im Moment der stationären Aufnahme. Nach Ende einer evt. Akutbehandlung beginnt wie bei der Primärprophylaxe die Suche nach Risikofaktoren. Meistens wird man als unspezifische Vorbeugung bereits während der stationären Behandlung eine Hemmung der Blutgerinnung, z.B. mit Heparin durchführen.
Am Ende der Untersuchungen unterscheiden sich die Maßnahmen nicht wesentlich von denen der Primärprophylaxe.

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Fragen

Ihre Fragen zum Thema Schlaganfall senden Sie bitte per E-Mail an schlaganfall@hydrocephalus.de


Bitte überprüfen Sie zunächst, ob sie bereits in der FAQ-Sammlung beantwortet worden sind.

 

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